Kryotherapie
Ganzkörper-Kältetherapie · „Kältekammer“
Kryotherapie bezeichnet die gezielte Anwendung von intensiver Kälte auf den Körper. Bei der Ganzkörper-Kältetherapie hältst du dich für wenige Minuten in einer Kältekammer bei Temperaturen von oft −85 °C bis −110 °C auf. Dieser kurze, starke Kältereiz soll Regeneration, Stressresistenz und Wohlbefinden unterstützen und wird im Longevity-Umfeld häufig nach dem Prinzip der Hormesis eingesetzt.
Auf einen Punkt gebracht
Die extreme Kälte ist ein kurzer, kontrollierter Stressreiz: Der Körper zieht die Blutgefäße zusammen, schüttet Botenstoffe aus und fährt nach dem Reiz die Durchblutung wieder hoch. Genau dieser Wechsel soll Regenerations- und Anpassungsprozesse anstoßen – die eigentliche Idee hinter der Anwendung.
Verfahren
Reiz
Hauptziel
Warum ist Kryotherapie interessant?
Kälte als dosierter Reiz wird mit verschiedenen möglichen Effekten in Verbindung gebracht: schnellere Erholung nach Sport, ein subjektives Gefühl von Frische und Energie sowie eine mögliche Wirkung auf Entzündungsprozesse. Viele dieser Effekte sind allerdings noch nicht eindeutig belegt – die Studienlage ist gemischt und oft auf kleine Gruppen begrenzt. Kryotherapie sollte daher als ergänzender Ansatz verstanden werden, nicht als gesicherte Behandlung.
Eine Sitzung in der Kältekammer dauert meist nur 1–3 Minuten. Getragen werden Schutz für Hände, Füße, Ohren und Atemwege; Schmuck und Feuchtigkeit auf der Haut müssen vorher entfernt werden.
Hinweis: Dieser Glossar-Eintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
